Gemeinwohl-Gemeinde


Hintergründe und Vorgeschichte zur Einführung der Gemeinwohlökonomie

Die Idee der Gemeinwohl-Bilanzierung in Postbauer-Heng entstand aus dem Gedanken heraus, das Denken, Handeln und Planen auf eine nachhaltige und „enkeltaugliche“ Basis zu stellen. Die zentrale Leitfrage lautet dabei, ob Maßnahmen, die von der Gemeinde getroffen werden, der Umwelt, den Menschen und der Zukunft dienen. Damit wird dem Leitbildgedanken nähergekommen, Postbauer-Heng auch für nachfolgende Generationen als lebenswert zu erhalten und eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Für den Prozess der Berichtserstellung hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, eine möglichst realistische Einschätzung der eigenen „Gemeinwohl-Performance“ vorzunehmen.

Die Grundidee zur Gemeinwohl-Bilanzierung in Postbauer-Heng entstand im Zuge einer im Februar 2019 stattfindenden Lesung und Informationsveranstaltung zur GWÖ, wodurch erste Ansätze zur Realisierung in der Gemeinde gesehen und Umsetzungspotenziale geprüft wurden. In der darauffolgenden Marktgemeinderatssitzung fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, sich zu den Zielen der GWÖ zu bekennen und eine Gemeinwohl-Bilanz in den Jahren 2020/2021 zu erstellen. Mit Postbauer-Heng gewinnt die GWÖ nach der Gemeinde Kirchanschöring (Landkreis Traunstein/Bayern) sowie drei weiteren Gemeinden in Schleswig-Holstein die bislang fünfte Gemeinde in Deutschland als Anhängerin der Bewegung. Nicht zuletzt war Kirchanschöring mit seiner positiven Entwicklung im Zeichen der GWÖ Impulsgeber für Postbauer-Heng, sich ebenfalls zertifizieren zu lassen. Damit ist Postbauer-Heng die zweite Gemeinde in Bayern, die eine Gemeinwohl-Bilanzierung vornimmt. Postbauer-Heng lässt sich nach der aktuellen GWÖ-Matrix Version 2.0 zertifizieren.

Den Auftakt zum GWÖ-Prozess bildete ein Workshop im Oktober 2020 mit den Mitarbeitenden der Gemeinde, bei dem erste Ideen für den Berichtsteil gesammelt wurden.

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