Schwarzachtal plus

Schwarzachtal plus

ILEK ST+

Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Wir werden immer weniger, älter und bunter. Der Erhalt der Infrastruktureinrichtungen und die Sicherung der Versorgung, insbesondere in den Dörfern, werden immer schwieriger. Auch schreitet der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter voran. Diese Entwicklungen reichen weit über die Möglichkeiten einer einzelnen Kommune hinaus.

Um gegenüber diesen Herausforderungen besser gewappnet zu sein, haben sich die Kommunen Stadt Altdorf, Gemeinde Berg, Gemeinde Burgthann, Markt Feucht, Gemeinde Leinburg, Markt Postbauer-Heng, Markt Pyrbaum, Gemeinde Schwarzenbruck und Gemeinde Winkelhaid zu der landkreisübergreifenden Kommunalen Allianz „Schwarzachtalplus“ zusammengeschlossen. Als Basis dieser Zusammenarbeit wurde ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept, kurz ILEK genannt, beauftragt.

mehr dazu unter http://www.schwarzachtalplus.de/category/allgemein/

Ihre Ansprechpartnerin:

Theresa Loos
Kommunale Allianz
Zukunftsregion Schwarzachtalplus
c/o Markt Feucht
Hauptstraße 33
90537 Feucht

Tel.: 09191 340892

E-Mail: info@schwarzachtalplus.de

PRESSEMITTEILUNG vom 28. April 2023

Die Zukunftsregion als ILE-Podcast

Um mehr über die Zukunftsregion Schwarzachtalplus zu erfahren, können Sie schon bald in den ILE-Podcast reinhören, der ab Juni 2023 veröffentlicht wird. Unter der Leitung von Max Dettenthaler und Simon Schmidt von MD Media & Entertainment wird jede der neun Mitgliedskommunen in einer 20-30-minütigen Folge präsentiert. Dazu werden jeweils die Besonderheiten der Gemeinde bzw. Stadt ins Zentrum gerückt. Mit dem Podcast soll die Schönheit und Besonderheiten der Mitgliedskommunen der ILE Schwarzachtalplus hervorgehoben werden. Als Reise durch die Region wird es zu neun Gemeinden neun Folgen geben. Die Veröffentlichung ist wöchentlich geplant und soll auf den gängigen Plattformen sowie kommunalen Webseiten mindestens für 5 Jahre verfügbar sein. Möglicherweise kann eine Fortsetzung mit thematischen Schwerpunkten erfolgen.

Folgende Termine können Sie sich dazu bereits vormerken:

  1. Folge über Feucht: 02.07.2023
  2. Folge über Winkelhaid: 09.07.2023
  3. Folge über Leinburg: 16.07.2023
  4. Folge über Altdorf: 23.07.2023
  5. Folge über Berg: 30.07.2023
  6. Folge über Postbauer-Heng: 06.08.2023
  7. Folge über Pyrbaum: 13.08.2023
  8. Folge über Burgthann: 20.08.2023
  9. Folge über Schwarzenbruck: 27.08.2023

Max Dettenthaler und Simon Schmidt sind mit ihrem Team in der Region bereits bekannt, so z.B. durch Projekte wie den Lokalradiosender FeuchtFM, der Talentshow „Greatest Talent“ oder Podcasts wie „Hieghorcht“, „Voss Late Night“ oder dem Podcastformat „Wir in Altdorf“.

Das Projekt wird durch das Regionalbudget des Amts für Ländliche Entwicklung gefördert.


PRESSEMITTEILUNG vom 28. April 2023

Raus aus dem Klassenzimmer, rauf aufs Wasser

Das Thema „Wasser“ soll zukünftig eine größere Rolle in der ILE Zukunftsregion Schwarzachtalplus spielen. Dies geht aus der Großen ILE Evaluation Ende vergangenen Jahres hervor, in der die Bürgermeister der Kommunalen Allianz die gemeinsame Zusammenarbeit unter die Lupe genommen haben.

Was kann man sich nun konkret zum weitreichenden Thema Wasser auf ILE-Ebene vorstellen? Zum einen möchten sich die beteiligten Kommunen mit dem Thema Schwammdörfer verstärkt auseinandersetzen. Ziel ist es dabei, anfallendes Regenwasser lokal aufzunehmen und zu speichern, anstatt es zu kanalisieren und abzuleiten.

Zum anderen wird unter dem Motto „Wasser erleben“ auf die große Bedeutung von Wasser und Wasserschutz aufmerksam gemacht. Zu diesem Zweck startet die Kommunale Allianz in diesem Jahr eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Pure Water for Generations e.V.“ (PWfG).

Der Verein, unter der Leitung von Pascal Rösler, hat zum Ziel, junge Menschen für die Wichtigkeit von gesunden Gewässern zu sensibilisieren.  Die Verbindung zum Wasser und seiner Bedeutung soll wiederhergestellt werden und Kinder und Jugendliche sollen sich für ihre Natur und ihre Umwelt begeistern.  PWfG führt zwischen Juni und September bis zu 100 „Wassertage“ an Schulen in Deutschland und Österreich durch. Durch die Projekttage soll ein außerschulisches, ergänzendes Bildungsangebot ermöglicht werden.

In der Schwarzachtalplus Region werden im Juli rund 250 Schülerinnen und Schüler zwischen der 5. und der 8. Klasse aus Altdorf, Berg, Burgthann, Feucht und Postbauer-Heng teilnehmen.

Was macht Wasser aus? Wie gehen wir schonend mit dieser wertvollen Ressource um? Und wie viel Spaß kann Wasser beim Sport bieten? All diese Fragen werden im Rahmen des Projekts beantwortet und erlebbar gemacht.

Tagespunkte für die Kinder im Rahmen des jeweils halbtägigen Projekts sind:

  • Filmvorführung „2467 km – Eine Reise bis ans Schwarze Meer“ mit Herrn Rösler, inkl. anschließender Fragerunde
  • Wasser erleben an vier Stationen (Achtsamkeitsübungen, Kreatives, Untersuchungen von Wasser etc.)
  • Anschließend geht es für die Kinder und Jugendlichen direkt aufs Wasser und zwar mit einem SUP. SUP, noch nie gehört? Kurz für: Stand-Up-Paddling, einem Paddelboard.  So können die Kinder und Jugendlichen den Tag am Ludwig-Main-Donau-Kanal, beim Naturbadsteg Röttbrücke in Berg, ausklingen lassen und das Wasser mit all seinen Fassetten und Faszinationen erleben.

Ist auch Ihr Interesse geweckt? Auch Sie als Einheimische der Zukunftsregion Schwarzachtalplus bekommen die Möglichkeit an der Aktion teilzunehmen! Am 20. Juli können Sie ab 16 Uhr, am 21. Juli ab 14 Uhr ebenfalls dazukommen, sich rund ums Wasser informieren und auf ein Stand-Up-Paddle trauen! (Badesachen und Sonnenschutz nicht vergessen!)

Finanziert wird das Projekt durch PWfG und Partner sowie durch eine Förderung des Regionalbudgets des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken. 

Bild von Kindern die auf einem SUP paddeln

 Fotocredit Pure Water for Generations e.V.

Bild von einer Kinoleinwand

Fotocredit Pure Water for Generations e.V


PRESSEMITTEILUNG vom 6. Dezember 2022

Coworking auf dem Land: Zukunftsregion Schwarzachtalplus ist Modellgebiet für Bundesforschungsprojekt

Welche Coworking-Modelle und Konzepte sind für ländlich geprägte Orte und Kleinstädte geeignet? Für welche Nutzer sind innovative Arbeitsplatzkonzepte auf dem Land interessant? Welche Probleme können beim Aufbau und Betrieb von Coworking-Räumen auftreten und wie kann eine Lösung aussehen? Im Rahmen des Forschungsprojektes „Zwischen Home-Office und Coworking-Space“ geht das Leipziger Institut für Kommunikation (LEIIK) diesen Fragen auf den Grund. Ziel der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beauftragten Studie ist es, Akteur:innen bei der Installation und Etablierung von Coworking-Räumen auf dem Land zwei Jahre lang fachlich zu begleiten und zu unterstützen. Die ILE Zukunftsregion Schwarzachtalplus wurde als eines von drei Modellgebieten ausgewählt.

Mit der Teilnahme an dem Modellvorhaben wird die Allianz bei der Entwicklung von Coworking-Konzepten und deren Umsetzung bis Mai 2024 durch das Forschungsteam betreut und unterstützt. Neben kommunalen Initiativen erhalten auch private Initiatoren die Chance, ihre Projekte zur Schaffung neuer Arbeitsplatzkonzepte mit der Unterstützung der projektbegleitenden Fachberater weiterzuentwickeln. Das Leipziger Institut für Kommunikation kommt am 2. Februar 2023 zu einem ersten Vor-Ort-Austausch in die Region, um lokale Coworking-Projekte kennenzulernen und zu unterstützen.

Sie möchten sich beteiligen? Interessierte Akteur:innen können sich bei der ILEK-Umsetzungsbegleitung unter Tel. 09191 - 340891 oder per Mail (info@schwarzachtalplus.de) melden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden bis 2024 vom LEIIK ausgewertet und in einer Broschüre veröffentlicht. Aufgezeigt werden sollen gute Beispiele für Coworking-Modelle und Herangehensweisen bei der Gründung von Coworking-Räumen, die auf andere Standorte übertragen werden können.

Coworking wird genutzt von Selbstständigen, kleinen Unternehmen, freiberuflich Tätigen, Geschäftsreisenden und zunehmend auch von Beschäftigten im Homeoffice. Das Konzept bietet das Potenzial, die Vernetzung der Akteure in Region zu fördern, attraktive Rahmenbedingungen für Arbeit 2.0 und einen Nährboden für Unternehmensgründungen zu schaffen sowie Pendlerströme zu reduzieren. Im Herbst 2022 hat CoPontis CoWorking (www.copontis.de) in Berg b. Neumarkt den ersten Coworking-Space im Allianzgebiet eröffnet. 

Bürgermeister Jörg Kotzur (Allianzvorsitz) und Bürgermeister Michael Schmidt beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit weiteren Kooperationspartnern im Rahmen des Startworkshops in einem Coworking-Space in Leipzig. Foto: Theresa Loos.

Erfahrungsaustausch im Rahmen des Auftaktworkshops mit allen Kooperationspartnern in Leipzig. Foto: © LEIKK.


PRESSEMITTEILUNG vom 28. Oktober 2022

REGIONALBUDGET 2023 - 100.000 € für die Region!

In der Förderrunde 2022 wurden 19 Projekte erfolgreich gefördert. An diesen Erfolg soll in der Förderrunde 2023 angeschlossen werden. Ab sofort werden wieder Projekte gesucht!

Eine neue Skate-Anlage in Leinburg, eine Fahrrad-Service-Station am Bahnhof Schwarzenbruck, ein Nordic-Walking-Tourenflyer für Altdorf oder ein Projekt, das die Kulturgeschichte des Rummelsburger Friedhofs erlebbar macht: Dies sind nur einige Beispiele für Maßnahmen, die durch das erste Regionalbudget der ILE in der Zukunftsregion Schwarzachtalplus umgesetzt werden konnten. Bereitgestellt werden die Fördermittel vom Amt für ländliche Entwicklung und den beteiligten Allianzkommunen.

Auch 2023 steht wieder ein Regionalbudget in Höhe von bis zu 100.000,- € zur Förderung von Kleinprojekten im Allianzgebiet zur Verfügung.

Projekte gesucht!

Gefördert werden die besten Kleinprojekte aus den Kommunen Altdorf, Burgthann, Feucht, Leinburg, Pyrbaum, Schwarzenbruck und Winkelhaid. Ein Kleinprojekt im Sinne des Regionalbudgets ist ein Vorhaben mit Nettogesamtkosten zwischen 625 und 20.000 €. Dabei sind vielfältigste Maßnahmen förderfähig, die darauf abzielen, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln. Die förderfähigen Nettokosten der Vorhaben können mit bis zu 80% (maximal jedoch 10.000 €) bezuschusst werden. Antragsberechtigt sind neben öffentlichen Einrichtungen auch Vereine, Initiativen, Privatpersonen und Unternehmen in den Allianz-Kommunen.

Die Voraussetzung ist, dass die Projekte noch nicht begonnen wurden und bis spätestens 15. September 2023 umgesetzt werden.

Wie können Sie sich bewerben?

Alle Förderanträge müssen bis spätestens 15. Januar 2023 bei der

Gemeinde Leinburg, Haidelbacher Str. 3, 91227 Leinburg

eingereicht werden.

Welche Projekte aus dem Regionalbudget gefördert werden, entscheidet ein Auswahlgremium bis Ende Januar 2023.

Weitere Infos zu den Fördervorraussetzungen und die Antragsunterlagen finden Sie unter www.schwarzachtalplus.de/regionalbudget. Ansprechpartner ist die ILEK-Umsetzungsbegleitung: Theresa Loos, Tel. 09191-340892, E-Mail: info@schwarzachtalplus.de.

Wir freuen uns auf Ihre Projektideen! Kommen Sie mit Ihrem Projektvorschlag auf uns zu. Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragstellung.



PRESSEMITTEILUNG vom 28. Oktober 2022

Kommunen in der Zukunftsregion Schwarzachtalplus blicken auf Kooperationen zurück und planen neue Projekte 

In der ILE Zukunftsregion Schwarzachtalplus arbeiten die Kommunen Altdorf, Berg, Burgthann, Feucht, Leinburg, Postbauer-Heng, Pyrbaum, Schwarzenbruck und Winkelhaid seit rund 10 Jahren gemeinsam an der Entwicklung des ländlichen Raumes. Zur Evaluierung der bisherigen Zusammenarbeit kamen die Beteiligten in der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim zusammen.

Am 19./20. Oktober 2022 trafen sich die neun Bürgermeister gemeinsam mit ausgewählten Vertreter*innen der Kommunen, des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) und der Umsetzungsbegleitung zur großen Evaluation des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK). Durchgeführt und moderiert wurde die zweitägige Veranstaltung von der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim.

Inhaltlich bestand das Seminar darin, auf bisherige Erfolge zurückzublicken und eine gemeinsame Zielsetzung für die zukünftige Zusammenarbeit festzulegen.

Seit der Erstellung des ILEK 2014 sind bereits einige Jahre vergangen, weshalb es nun galt, die Umsetzung der im Konzept empfohlenen Maßnahmen umfassend zu evaluieren: Welche Projekte konnten bereits umgesetzt werden? Welche Ziele und Maßnahmen des Konzepts sind noch aktuell?

Etwa 20 Maßnahmen wurden seit 2014 abgeschlossen oder angestoßen, zum Beispiel die gemeinsame Freizeitkarte mit touristischen Highlights in der Region oder das landwirtschaftliche Kernwegenetzkonzept. Auch das Projekt „Naturkinos“, die Beteiligung an der Aktion „Gelbes Band“ und die gemeinsamen Auftritte auf der Freizeit Messe in Nürnberg wurden im Rahmen des Seminars als erfolgreich umgesetzte Kooperationsprojekte bewertet. Einstimmig fassten die Teilnehmenden den Beschluss, die Kommunale Allianz auch weiterhin fortzuführen. So wurde auch über die zukünftige Ausrichtung der ILE und die Kooperationsschwerpunkte der nächsten zwei Jahre diskutiert.

Aus den bestehenden Maßnahmenvorschlägen priorisierten die Teilnehmenden folgende Themen:  

  • weitere Intensivierung der interkommunalen Verwaltungskooperation (u.a. Austausch zwischen Verwaltungsbereichen Geschäftsleitung, Kämmerei oder EDV-Beauftragte sowie zwischen Lehrlingen, gemeinsame Schulungen)
  • Infotafeln zu touristischen Highlights in den Ortskernen sowie
  • das Projekt „Wasser erleben“ (Verbesserung der Erlebbarkeit des Elements Wasser im Siedlungsbereich durch gestalterische Aufwertung der Gewässer).

Auch der Aufbau von Coworking-Räumen soll weiterverfolgt werden. Die ILE wurde als eines von drei Modellgebieten im Rahmen des Bundesforschungsprojektes „Zwischen Home-Office und Coworking-Space“ des Leipziger Instituts für Kommunikation (LEIIK) ausgewählt und zwei Jahre lang von Fachexperten beim Versuch, innovative Arbeitsplatzmodelle im ländlichen Raum zu schaffen, begleitet. Die Maßnahme soll auch einen Beitrag zur Leerstandsaktivierung leisten. Beauftragt und gefördert wird das Projekt vom Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Als Reaktion auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird sich die ILE zudem mit dem Thema „Schwammdörfer“ auseinandersetzen. Ein Konzept der Stadt- und Landschaftsplanung mit dem Ziel, anfallendes Regenwasser in Kommunen lokal aufzunehmen und zu speichern, anstatt es lediglich zu kanalisieren und abzuleiten. Dadurch sollen Überflutungen bei Starkregenereignissen vermieden bzw. verringert, das Ortsklima verbessert und Wassermangel bedingt durch Dürreereignisse entgegengewirkt werden.

Weitere neue Projektideen und ein aktualisiertes Handlungsprogramm soll 2023 die Fortschreibung des ILEK liefern, die Voraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit und Förderung einer ILEK-Umsetzungsbegleitung durch das Amt für ländliche Entwicklung ist.

Nach dem Seminar blicken alle Teilnehmenden positiv in die Zukunft und freuen sich auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit, um die Region nachhaltig zu stärken und gemeinsam zu wachsen.  

Die Vertreter der Kommunen der Zukunftsregion Schwarzachtalplus trafen sich im Oktober zur Evaluierung in Klosterlangheim. Foto: Schule der Dorf- und Flurentwicklung.